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Friedensaktivist des Tages: Jürgen Todenhöfer
Zum fünften Jahrestag des US-amerikanischen Überfalls auf den Irak hat der Burda-Manager Jürgen Todenhöfer eine mediale Offensive wider Besatzung und Krieg gestartet. In seinem gerade erschienenen Buch »Warum tötest Du, Zaid?« (C. Bertelsmann) schildert er die Hinter- und Beweggründe für den anhaltenden irakischen Widerstandskampf. Der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete hatte in Ramadi mit bewaffneten Besatzungsgegnern gesprochen. Was selbst so mancher Kommunist nicht wissen will, schreibt Todenhöfer in der derzeit aktuellesten und brillantesten deutschsprachigen Analyse über das besetzte Zweistromland: »Die große Mehrheit der irakischen Bevölkerung steht hinter dem Widerstand, der Angriffe auf Zivilisten ausdrücklich ablehnt.« Der Kampf der Iraker ist »legitim« und hat nichts zu tun mit den Selbstmordanschlägen von Al-Qaida. Todenhöfer fürchtet gleichwohl, »den Medienkrieg haben die Iraker längst verloren«. Von den täglich 100 militärischen Aktionen der Besatzer gegen die Bevölkerung und den Angriffen des Widerstands auf die US-Truppen berichten die hiesigen Medien praktisch nichts. Bestimmend sind die Bilder des Selbstmordterrors. ___________________________________________________________________ Aus dem Nachwort von "Warum tötest du, Zaid?" Jürgen Todenhöfer hat das, was er bei seiner Lektüre und bei seinen Reisen gelernt hat, in zehn Thesen zusammengefasst. Es sind keine wissenschaftlichen Thesen, sondern seine ganz persönliche Sicht der Dinge. Er hat versucht, die Ereignisse der letzten zweihundert Jahre im Mittleren Osten nicht nur aus der Perspektive eines Westlers, sondern einmal auch aus dem Blickwinkel eines Muslims zu sehen. ___________________________________________________________________ Quelle: Junge Welt - 15.03.2008 |