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Kommentar
AKPs Sieg, Demokratie und die kurdischen DTP-Abgeordneten.

Die Türkei hat ihre Größe gezeigt! Mitglieder einer Partei, die erkennbar mit PKK sympathisieren, durften als parteilose, unabhängige Kandidaten an den Wahlen teilnehmen und werden mit ihren 24 Abgeordneten demnächst im Parlament eine Fraktion bilden können. So etwas wäre in Deutschland ein Unding. Stelle man sich vor: mehrere Tausende deutsche Soldaten und Polizisten wären von Terroristen getötet und eine Partei, die mit so einer seperatistischen Bewegung sympathisiert, könnte Kandidaten aufstellen und Einzug ins Parlament finden. Auch ohne die neuen schäublichen Vorstellungen von Schuld und Strafe hätte man sie an den Wahlurnen exekutiert.

Schon die Stimmenzuwächse einer regierenden Partei auch in den mehrheitlich von Kurden bewohnten Gebieten in solchen Maßen verrät einiges. Der islamisch-konservativen AKP ist es gelungen, auch die Kurden im Osten anzusprechen, was den etablierten Status-quo-Parteien bis jetzt nicht gelungen war.

Die Wahlergebnisse sind ein Denkzettel an die türkische Oligarchie, die schon immer die Stimme des Volkes ignorierte. Die Verfolgung einer Ideologie, die in den frühen 20ern entstanden ist, zeigt eine blinde Gehorsamkeit, durch welche ihre Macht und ihr Profit geschützt wurde.

Es geht nicht um die Unterwanderung der maroden kemalistischen Ideologie. Es geht um Menschenwürde und Volkssouveränität. Schafft dies die AKP auch in Zukunft Aufrechtzuerhalten, so würde die Türkei eine enorm wichtige Rolle in der Region spielen.

Sami Alphan

  
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